Zum vorherigen Beitrag Solange es in der Menschlichen Komödie nur um Aristos und ihre holden Problemchen ging, sehnte man sich nach Figuren mit nachvollziehbaren Konflikten. Armut, Zwang zur Lohnarbeit, keine Wohnung, solche Sachen. Doch als man genau diesen Wunsch von Cäsar Birotteau erfüllt bekam, war es fast so langweilig wie die heutige Realität, die aktuelle … Glanz und Elend der Kurtisanen, Teil I weiterlesen
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Cäsar Birotteaus Größe und Niedergang, Teil I
Zum vorherigen Beitrag BAND 47: Cäsar Birotteaus Größe und Niedergang, S. 1 – 50 Konstanze Birotteau, die Frau eines erfolgreichen Parfümhändlers, erwacht aus einem Alptraum, in dem sie sich selbst als Bettlerin gesehen hat. Zu ihrem Schreck stellt sie als nächstes fest, dass ihr Mann nicht wie gewöhnlich neben ihr liegt. Heftiges Kopfkino. Ist er … Cäsar Birotteaus Größe und Niedergang, Teil I weiterlesen
Facino Cane
Zum vorherigen Beitrag Man erwacht in der Vulkaneifel, Mayen, Hotel Jägerhof. Rotweinflecken auf strahlend weißer Bettwäsche und komplett dichte Nebenhöhlen. Wegen Heuschnupfens hat man sechs Wochen lang Snup Nasenspray für Erwachsene verwendet, ein wahres Teufelszeug. Der Entzug davon dauert etwa drei Tage, in denen die süchtigen Schleimhäute so geschwollen sind wie etwas sehr Geschwollenes. Trotzdem … Facino Cane weiterlesen
Pierre Grassou
Zum vorherigen Beitrag Im Sommer 2012 lernte man beim Kantinenlesen einen Menschen aus München kennen, mit dem man sich augenblicklich angefreundet hat, einen Tausendsassa und Genießer, Wildbach-Toni, Schriftsteller, Oktoberfest-Koryphäe, Zeichner, Rapper und Schauspieler. Man besuchte ihn kurz darauf bei seiner Lesebühne, den Schwabinger Schauspielern, und hat seither nicht aufgehört, sich in Berlin und München, in … Pierre Grassou weiterlesen
Die Herzogin von Langeais, Teil I
Zum vorherigen Beitrag Man war bisher dreimal in der Oper. Trotz guten Willens musste man sich am Schluss immer eingestehen, dass die Pause der angenehmste Teil gewesen war. Nun zum ersten Mal ein Erweckungserlebnis gehabt. Puccini, Turandot. Musikalische Leitung: Zubin Metha. Bühne und Inszenierung von Philipp Stölzl. Streckenweise tränenverschleierter Blick. Als die Pause kam, fühlte … Die Herzogin von Langeais, Teil I weiterlesen
Ferragus – Das Haupt der Zerstörer, Teil I
Zum vorherigen Beitrag BAND 41: Ferragus – Das Haupt der Zerstörer, S. 1 – 50 Fetzigster Titel bisher. Zusammen mit zwei anderen Novellen bildet dieser Band die Geschichte der Dreizehn, der Balzac sogar ein eigenes Vorwort voranstellt. Es scheint sich bei bei den Dreizehn um einen mafiösen Geheimbund zu handeln, auch „Zerstörer“ genannt: „Dieses Leben … Ferragus – Das Haupt der Zerstörer, Teil I weiterlesen
Sarrasine
Zum vorherigen Beitrag Ein neuer Tag im Showbusiness, und es ist ein guter Tag. Am Vorabend hat man die Auftragsbiographie fertig geschrieben, korrigiert und abgeschickt. Alles in allem hat man demnach drei Monate für dieses Projekt gebraucht, inklusive vier Wochen Interview-Sitzungen mit dem Protagonisten. Auch während des Schreibens hat man immer mal drei bis vier … Sarrasine weiterlesen
Das Bankhaus Nucingen, Teil I
Zum vorherigen Beitrag Man hat es geschafft, langsam taucht Licht am Ende des Balzactunnels auf. Mit dem letzten Band der Szenen aus dem Provinzleben hat man etwa die Hälfte der Menschlichen Komödie gelesen. Weiter geht es mit den Szenen auf dem Pariser Leben. Doch vorher wieder eine Empfehlung, welche Bände man unbedingt lesen, bzw. vermeiden … Das Bankhaus Nucingen, Teil I weiterlesen
Ursula Mirouet, Teil III
Zum vorherigen BeitragBAND 38: Ursula Mirouet, S. 100 – 150 Wo man früher in erster Linie damit beschäftigt war, dem Plot zu folgen, streicht man inzwischen nur noch wie ein Feldherr die Querverbindungen zu anderen Werken an. Savinien de Portenduère hofft, bei Emilie de Kergarouet oder Helene d‘Aiglemont landen zu können? Pahaha. Ein Witz für … Ursula Mirouet, Teil III weiterlesen
Ursula Mirouet, Teil I
Zum vorherigen Beitrag BAND 38: Ursula Mirouet, S. 1 – 49 Man ist ja inzwischen daran gewöhnt, auf den ersten Seiten eines Balzac-Romans von der exzessiven Einführung zahlloser Figuren erschlagen zu werden. Doch so extrem wie bei diesem hat man es bisher nur mit Modeste Mignon erlebt. Zum Verständnis: Als erstes werden zehn oder zwölf … Ursula Mirouet, Teil I weiterlesen