Zum vorherigen Beitrag Besuch beim arabischen Friseur. Wie immer läuft der Fernsehsender, auf dem zu Bildern von im Wind schaukelnden Blumen Koranverse gesungen werden. Wenn man die Sprache ausblendet, ist es der gleiche weinerliche Singsang, den man bei katholischen Messer über sich ergehen lassen muss. Radio Stephansdom überträgt jeden Sonntag das Gewimmer von Kardinal Schönborn. … Vater Goriot, Teil VI weiterlesen
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Vater Goriot, Teil II
Zum vorherigen Beitrag Gleich zu Beginn der heutigen Lektüre eine Stelle, die einen zu mehr Fleiß im Alltag anstachelt: „Von zehn Nächten, die junge Leute für die Arbeit bestimmen, opfern sie sieben dem Schlaf. Um zu wachen, muß man über zwanzig Jahre alt sein.“Die Selbstverständlichkeit, mit der hier die Nachtruhe in Frage gestellt wird, hat … Vater Goriot, Teil II weiterlesen
Vendetta, Teil I
Zum vorherigen Beitrag Das Finanzamt prüft gerade den Betrieb, in dem man halbtags arbeitet. Normalerweise ist das eigene Hirn noch frisch und unberührt, wenn man sich nach einer Fünf-Stunden-Schicht den Balzac vornimmt. Als Schriftsteller, der nicht allein von seiner Schreibe leben kann, sollte man sich nach Möglichkeit Tätigkeiten suchen, die nur körperlich anstrengend sind. Der … Vendetta, Teil I weiterlesen
Die Frau von dreißig Jahren, Teil IV
Zum vorherigen Beitrag Wie schon an früherer Stelle erwähnt, hat man dieses Projekt in erster Linie deshalb ins Leben gerufen, um einen Grund für die täglichen Bierbrunnen-Besuche zu haben. So sehr man die Stammgäste und Wirtsleute dort mag, es reicht nicht, Tag für Tag nur mit ihnen zu trinken. Man braucht auch eine abrechenbare Aufgabe. … Die Frau von dreißig Jahren, Teil IV weiterlesen
Die Frau von dreißig Jahren, Teil I
Zum vorherigen Beitrag Aus gegebenem Anlass muss man ein Stück aus dem eigenen, unveröffentlichten Roman „Bekennerschreiben“ zitieren. Im heutigen Balzac-Abschnitt kommen nämlich die Venediger Pferde vor, womit diejenigen gemeint sind, die über dem Portal der Markus-Basilika stehen. Man hat ein spezielles Verhältnis zu diesen Pferden, ebenso wie der liebe Freund Stefan aus Wien. „Die Pferde … Die Frau von dreißig Jahren, Teil I weiterlesen
Gobseck, Teil I
Zum vorherigen Beitrag Der fleißige Schriftsteller in seinem stillen Kämmerlein wird ja noch immer als romantisches Bild empfunden. Dabei ist so ein Leben meistens trist bis idiotisch. Wenn man das Glück hat, von Verlegern und Lesern hofiert zu werden, kann man diese Tatsache vielleicht verdrängen. Aber im Grunde sind Schriftsteller Witzfiguren, ewige Nerds, Schnüffler im … Gobseck, Teil I weiterlesen
Albert Savarus, Teil II
Zum vorherigen Beitrag BAND 7: Albert Savarus, S. 38 – 81 Die fiktive Novelle spielt in der Schweiz, es ist Juli 1823. Der empfindsame Rudolf und sein Kumpel Leopold lassen sich über den Vierwaldstätter See rudern. Als sie das Dorf Gersau passieren, entdeckt Rudolf in einem Dachfenster eine hübsche Frau und beschließt, die nächsten drei … Albert Savarus, Teil II weiterlesen
Albert Savarus, Teil I
Zum vorherigen Beitrag Nach vier Tagen wieder zurück in Berlin. Es stimmt einen immer fröhlich, nach Hause zu kommen. Trotzdem verspürt man den Wunsch, der preußischen Hauptstadt die Vorzüge von Paris aufs Brot zu schmieren.Die alle Schichten durchdringende Lust am Genießen wurde bereits hinlänglich gelobt. Dazu kommen charmante Details, wie kostenlose öffentliche Toiletten, oder ein … Albert Savarus, Teil I weiterlesen
Modeste Mignon, Teil V
Zum vorherigen Beitrag Entschleunigende und aktivierende Effekte nach zwei Wochen und 753 Seiten Balzac: - man rechnet das Jahreseinkommen nicht mehr nach Monatsgehältern und Nebenverdiensten aus der selbstständigen Tätigkeit ab, sondern nach der Rente, die einem die Ländereien bei Auvers-sur-Oise einbringen.- man trinkt im Bierbrunnen nur noch alkoholfreies Weizenbier, damit man die Konzentration nicht verliert, … Modeste Mignon, Teil V weiterlesen
Modeste Mignon, Teil III
Zum vorherigen Beitrag Noch vier Tage, bis man nach Paris fliegt. Die Vorfreude wächst, auch wenn man bei der Einreise inzwischen eine eidesstattliche Erklärung abgeben muss, keine Erkältungssymptome zu haben. Das letzte Mal war man dort vor dreieinhalb Jahren, nach einer kleinen Rundreise über London. Man wusste nicht mehr, was einen erwartet, weil man Paris … Modeste Mignon, Teil III weiterlesen