Zum vorherigen Beitrag BAND 18: Oberst Chabert, S. 1 – 52 Schon nach den ersten zwei Seiten wird deutlich, dass man sich auf einem völlig anderen Niveau befindet, als bei der Lektüre von Die Grenadière. Dabei wurden die beiden Bände im gleichen Jahr geschrieben, es kann also kein Quantensprung im Stil des Meisters stattgefunden haben. … Oberst Chabert, Teil I weiterlesen
clintlukas
Vendetta, Teil I
Zum vorherigen Beitrag Das Finanzamt prüft gerade den Betrieb, in dem man halbtags arbeitet. Normalerweise ist das eigene Hirn noch frisch und unberührt, wenn man sich nach einer Fünf-Stunden-Schicht den Balzac vornimmt. Als Schriftsteller, der nicht allein von seiner Schreibe leben kann, sollte man sich nach Möglichkeit Tätigkeiten suchen, die nur körperlich anstrengend sind. Der … Vendetta, Teil I weiterlesen
Gobseck, Teil I
Zum vorherigen Beitrag Der fleißige Schriftsteller in seinem stillen Kämmerlein wird ja noch immer als romantisches Bild empfunden. Dabei ist so ein Leben meistens trist bis idiotisch. Wenn man das Glück hat, von Verlegern und Lesern hofiert zu werden, kann man diese Tatsache vielleicht verdrängen. Aber im Grunde sind Schriftsteller Witzfiguren, ewige Nerds, Schnüffler im … Gobseck, Teil I weiterlesen
Modeste Mignon, Teil V
Zum vorherigen Beitrag Entschleunigende und aktivierende Effekte nach zwei Wochen und 753 Seiten Balzac: - man rechnet das Jahreseinkommen nicht mehr nach Monatsgehältern und Nebenverdiensten aus der selbstständigen Tätigkeit ab, sondern nach der Rente, die einem die Ländereien bei Auvers-sur-Oise einbringen.- man trinkt im Bierbrunnen nur noch alkoholfreies Weizenbier, damit man die Konzentration nicht verliert, … Modeste Mignon, Teil V weiterlesen
Modeste Mignon, Teil II
Zum vorherigen Beitrag Wieder sitzt man im ICE, nachdem man seine siebenjährige Tochter von einer Woche Ferien bei ihren Großeltern in der Pfalz abgeholt hat. Auf dem Sitz vor einem ein japanischer Herr, der ein Zoom-Meeting nach dem anderen über sein Tablet moderiert. Immerhin hat man diesmal ein zweites Paar Kopfhörer dabei, weil das Kind … Modeste Mignon, Teil II weiterlesen
Die Börse
Zum vorherigen Beitrag BAND 4: Die Börse, S. 1 – 48 Heute eine sehr kurze Erzählung, bevor morgen der nächste Roman beginnt. Es geht um Hippolyte Schinner, einen jungen Maler, der schon mit 25 das Kreuz der Ehrenlegion trägt, von seinen Kollegen als Meister anerkannt wird, und dessen Bilder „nach ihrem Gewichte in Gold“ bezahlt … Die Börse weiterlesen
Zwei Frauen, Teil IV
Zum vorherigen Beitrag Im Grunde ist dieses Projekt eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, um die beinahe täglichen Aufenthalte im Bierbrunnen sinnvoll zu gestalten. Diese wundervolle Kneipe hat man Ende letzten Jahres entdeckt und dort fast einen ganzen Roman geschrieben. Der Hauptvorteil ist, dass sie bereits um neun Uhr in der Frühe öffnet, denn man arbeitet gern vormittags. Dazu … Zwei Frauen, Teil IV weiterlesen
Zwei Frauen, Teil III
Zum vorherigen Beitrag Man fragt sich, warum einen das Herumgezicke von Louise de Chaulieu so nervt. Emilie aus „Der Ball von Sceaux“ war ja auch etwas schwierig, dabei aber so erfrischend antibürgerlich, dass es einem das Herz gewärmt hat. Am meisten stört, dass Louise ihre Brieffreundin verunsichert und mit in ihren Wahnsinn hineinzieht. Die liebäugelt … Zwei Frauen, Teil III weiterlesen
Eine Stunde Balzac
Als junges Ding hat man viel gelesen. Hauptsächlich Bücher, die man nicht verstand. Man hat sich durch Sachen von Platon und Aristoteles gequält, durch den Faust, durch den Freud. Eben durch alles, von dem man als Teenager sagen wollte, man hätte es schon gelesen.Irgendwann kamen die Existentialisten dran. Da gab es wenigstens Plots, denen man … Eine Stunde Balzac weiterlesen