Physiologie der Ehe, Teil III

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BAND 88: Physiologie der Ehe, S. 96 – 150

Wenn der Mann es durch seine Gleichgültigkeit erstmal geschafft hat, seine Frau gegen sich aufzubringen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie ihn betrügt. Das tut sie natürlich nicht offen, sondern denkt sich dafür wirksame Strategien aus: „Sie wird deinen Charakter studieren, um Waffen gegen dich zu finden. Dieses Studium, das mit der Liebe unverträglich ist, wird sich darin kundtun, daß sie dir tausend kleine Schlingen legt, um sich von dir anfahren und ausschelten zu lassen; denn wenn eine Frau keine Entschuldigungen hat, um ihren Mann zu minotaurisieren, sucht sie welche zu schaffen.“
Balzac gibt nun hilfreiche Ratschläge, wie man in so einer Situation das Ruder herumreißen kann. Oder noch besser: Wie man es gar nicht erst soweit kommen lässt. Man sollte der Frau keine Bücher zu lesen geben, denn davon wird sie nur aufsässig. Am besten ist, sie in einem Zimmer zu halten, das selten gelüftet wird. Ihr ein Kind zu machen, kann helfen, weil sie auf die Art erstmal beschäftigt ist. Und: „Beim geringsten Unwohlsein deiner Frau und unter jedem nur einigermaßen stichhaltigen Vorwande läßt du ihr tüchtig Blutegel ansetzen; (…) Das Getränk deiner Frau sei Wasser, das durch einen angenehm schmeckenden, jedoch nicht tonischen Burgunderwein leicht gefärbt ist; jeder andere Wein wäre von Übel. Leide niemals, daß sie reines Wasser als Getränk nimmt. Du wärest verloren.“

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2 Gedanken zu “Physiologie der Ehe, Teil III

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