Katharina von Medici, Teil V

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BAND 87: Katharina von Medici, S. 332 – 464

Man hat sich den Moment, in dem man die blauen Bände zu Ende gelesen haben wird, wesentlich glorreicher vorgestellt. Allerdings hätte mich sich dafür ein anderes Buch aufheben sollen, eines der vielen tollen Bücher der Comédie humaine. Der vorliegende Band gehört jedenfalls nicht dazu, weder im zweiten Teil mit dem berückenden Titel Vertrauliche Mitteilungen der Brüder Ruggieri, noch im epilogartigen Teil Die beiden Träume.
Letzten Endes geht es nur darum, wie Karl IX. den Schlichen seiner Mutter Katharina von Medici auf die Spur kommen möchte. Bringt aber alles nichts, am Ende stirbt er, genau wie vom Astrologen Ruggieri prophezeit. All diese Dinge könnte man freilich auch bei Wikipedia nachlesen, handelt es sich doch um historische Figuren und Begebenheiten. Man hätte diesen Stoff durchaus literarisch bearbeiten können. Irgendwie scheint Balzac aber keinen Bock darauf gehabt zu haben. Wie da der Funke auf den Leser überspringen soll, bleibt schleierhaft.

Beste, bzw. einzige gute Stelle:

Ja, Sire, wenn das Volk triumphiert, will es seine Bartholomäusnacht haben! Wenn Religion und Königtum niedergekämpft sind, wird das Volk es auf die Großen absehen, nach den Großen wird es sich an die Reichen heranmachen. Endlich, wenn Europa nur mehr ein Haufen konsistenzloser Menschen sein wird (…) wird es von ungeschliffenen Eroberern verschluckt werden.“

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2 Gedanken zu “Katharina von Medici, Teil V

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