Der Landarzt, Teil IV

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BAND 64: Der Landarzt, S. 151 – 200

Es geht genauso trist und öde weiter wie bisher. Man würde Balzac gerne schütteln und fragen, was in aller Welt er sich bei diesem Buch gedacht hat.
Benassis und Genestas besuchen das Gräbermädchen, eine junge, hübsche Weißnäherin, die gerne reich wäre. Der Major findet sie ganz gut und überlegt, sie zu heiraten. Ob sie darauf Lust hat, ist ja erstmal egal. Auch der Doktor hat mit dem Gedanken gespielt, „aber ich könnte sie nur wie meine Schwester oder wie meine Tochter lieben; mein Herz ist tot.“
Man fände es besser, wenn sein Mund tot wäre, denn auf den folgenden dreißig Seiten gibt er wieder endlose Erörterungen zum besten, über die Kirche, den Staat, den Straßenbau. Balzac greift nur hier und da moderierend mit sinnlosen Beschreibungen ein: „Das Tischtuch strahlte vor Weiße und roch nach Thymian, den Jacquotte immer in ihre Wäsche nahm. Das Geschirr war weißes Steingut mit blauem Rand und tadellos erhalten. Die Weinkannen hatten jene achteckige Form, wie man sie heute nur noch in der Provinz findet.“ Na, Gott sei dank, weiß man das jetzt auch.

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2 Gedanken zu “Der Landarzt, Teil IV

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