Vetter Pons, Teil VII

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BAND 53: Vetter Pons, S. 293 – 341

Frau Cibot quält den hilflosen Vetter Pons mit ihrem endlosen Geschwätz, Stephen Kings männermordende Annie aus „Misery“ ist ein Lämmchen dagegen. „Gewisse Schwätzer, sozusagen Schwätzer von Genie, benutzen so jede Zurredestellung, jeden Einwurf und jede Bemerkung, um ihren Redefluß zu beleben, als wenn er je zu versiegen drohte.“ Von dieser Eigenschaft kann man ein Liedchen singen, seitdem man sich mit einem alleinstehenden Nachbarn aus dem Block angefreundet hat. Sobald der einmal loslegt, ist keine Rettung mehr möglich, selbst die deutlichen Worte: „Mir bluten die Ohren, halt jetzt den Mund, oder ich rufe die Polizei!“ wären nur ein Stichwort für den nächsten Redeschwall.
Es gelingt Mutter Cibot schließlich, ihre beiden Komplizen in Pons‘ Allerheiligstes zu bringen und die vier Kernstücke seiner Sammlung zu entwenden. Natürlich erwacht die Gier dadurch erst so richtig: „Vom Durst nach dem Gold verzehrt wie der Teufel nach dem Tau des Paradieses, warfen die drei Hyänen, ohne sich verabredet zu haben, einen gemeinsamen Blick auf den Besitzer aller dieser Reichtümer, als Pons, wie von einem Alp gequält, sich herumwarf.“

Der Gute merkt, was die Gauner vorhaben und setzt nun endlich zum verzweifelten Gegenschlag an. Gemeinsam mit seinem Freund Schmucke will er ihnen eine Falle stellen, knapp hundert Seiten hat er dafür noch Zeit: „Als er denken mußte, daß er von der Cibot bestohlen worden war, hatte er dem Prunk und der Eitelkeit der Kunst, seiner Sammlung und seiner Liebe zu den Schöpfern aller dieser schönen Dinge den Rücken gekehrt und wollte nur noch an den Tod denken – nach Art unserer Vorfahren, die den Tod einen der Festtage des Christen nannten.“
Derweil wirft Rémonencq einen begehrlichen Blick auf die Cibot und beschließt deshalb ihren Mann zu vergiften. Fraisier dreht sein eigenes Ding und petzt der gemeingefährlichen Frau Camusot, was bei ihrem Vetter zu holen ist.

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2 Gedanken zu “Vetter Pons, Teil VII

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