Die Kleinbürger, Teil XI

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Endlich ist die Auftragsbiographie erschienen. Der Druck sieht fabelhaft aus, das Papier ist eine Wucht, sogar ein Lesebändchen gibt es, alle Beteiligten sind zufrieden. Man ist vollkommen frei, sich auf das nächste Projekt zu konzentrieren, gleichwohl hatte es seinen Reiz, mit Arbeit überladen zu sein. Es gilt also ein neues Opfer für die Biographie-Reihe zu finden. Kann schließlich nicht angehen, dass man parallel zu diesem Blog nur ein einziges Buch schreibt. Balzac, der immer mindestens an vier bis fünf Werken gleichzeitig arbeitete, würde einen lauthals auslachen und recht hätte er! Vielleicht sollte man sich einfach wieder an einen Roman wagen, der letzte ist schließlich schon wieder fast ein Jahr fertig.

BAND 52: Die Kleinbürger, S. 501 – 550

Theodosius‘ Nachforschungen ergeben: Die Gräfin von Godollo heißt in Wirklichkeit Frau Komorn und ist offenbar eine gefährliche Agentin, die ihren letzten Liebhaber, einen Italiener, ans Messer geliefert hat: „Es ist ihm passiert, daß diese Schlange alle Sprachen Europas versteht; daß diese Frau zwar geistvoll bis in die Fingerspitzen, aber in noch höherem Grade ränkesüchtig ist: so sehr, daß sie, die anscheinend in Beziehungen zur Polizei steht, der Regierung seine Korrespondenz ausgeliefert hat, die der Italiener herumliegen ließ, und daß er daraufhin ausgewiesen wurde.“
Trotzdem bleibt er ihr auf den Fersen, versucht sich gleichzeitig, mit den Thulliers zu versöhnen. Es gibt zwar einen kurzen Moment der Hellsicht, in dem er sich fragt, warum er eigentlich seine Energie dafür verschwendet, Intrigen zu spinnen, aber der vergeht rasch.
Die Möglichkeit, mit dem schönen Thuillier erneut anzuknüpfen, bietet sich ebenso schnell, denn der will ja immer noch zum Deputierten gewählt werden. Für diesen Zweck kaufen er und Theodosius eine Zeitung auf, das „Echo de la Bièvre“, eine Fachzeitung für Gerber. Was wie ein Griff ins Klo klingt, ist vermutlich auch einer. Corentin arbeitet derweil weiter im Dunkeln gegen Theodosius. Zum Deibel, denkt man, soll er die kleine Lydia doch heiraten, damit endlich Ruhe ist im Karton.

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2 Gedanken zu “Die Kleinbürger, Teil XI

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