Die kleinen Nöte des Ehelebens, Teil III

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BAND 89: Die kleinen Nöte des Ehelebens, S. 108 – 177

Wie der Wind fliegt man über die letzten Seiten, das Ziel ist in Sicht. So schön wie im letzten Band schimpft Balzac nicht mehr über die Männer, obwohl er es angekündigt hat. Dafür tauchen in den verschiedenen Anekdoten ein paar altbekannte Figuren auf. Der Doktor Horace Bianchon, Ferdinand du Tillet, die Marquise d’Espard, keine Lieblingsfiguren, und trotzdem verdrückt man ein Freudentränchen über diese Abschiedsrunde. Als träten sie noch ein letztes Mal aus den Kulissen, um einem nach 353 Tagen zu winken.
Über die Ehe wird letztendlich nichts Gutes gesagt, was womöglich am Autor liegt: „Ihr Schriftsteller rächt euch sehr hart dafür, daß ihr nicht die Geschichte glücklicher Ehen schreiben könnt.“ Ist das eine Kapitulation? Nicht wirklich. Die Bedingungen sind nur sehr strikt. Genau genommen, gibt es nur zwei Wege, glücklich zu werden: „Damit eine glückliche Ehe zustande kommt, muss entweder ein Mann von Genie mit einer zärtlichen, geistvollen Frau verheiratet sein, oder ein Zufall, der nicht so häufig ist, wie man es meinen sollte, müsste es fügen, dass beide Gatten über die Maßen dumm sind.“
Das war’s. Die letzte Seite ist umgeblättert. Fortan ist man ein Mann, der Die Menschliche Komödie gelesen hat.

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